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Schädelbasis-Chordom


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Fachliteratur


 

 

Schädelbasis-Chordom

Allgemeines

 35 % aller Chordome treten im  Bereich  der  sog. Clivus (unten im  Bild der rote  Bereich)  an der  Schädelbasis auf [2].

 

Häufigkeit und Vorkommen

 Während das Erkrankungsalter bei  sakralen Chordomen typischerweise im 6.  Lebensjahrzehnt liegt, werden  Schädelbasis-Chordome durchschnittlich  um das 38. Lebensjahr diagnostiziert [9,  10].   Bei den  Schädelbasis-
 
Ansicht der Schädelbasis          Chordomen sind beide  Geschlechter                                gleich betroffen.
                                     

clivusbild

Histologische Formen

 Man unterscheidet hier 3  verschiedene Typen:  konventionelles, chondroides und
 dedifferenziertes Chordom [9].
 Konventionelle Chordome  enthalten  per Definition keine  chondroiden  (chondroides  Chordom) oder  mesenchymale  (dedifferenziertes  Chordom)  Komponenten.
 
Schädelbasis, Clivus ist rot dargestellt
(Das Bild ist von der Wayne State University, School of Medicine entnommen)
 
 

Symptome

Die häufigsten Symptome beim Schädelbasis-Chordom sind Kopfschmerzen und Doppelbildsehen. In Abhängigkeit davon, welche Nerven geschädigt werden, treten weitere Symptome wie z.B. Trigeminus-Schmerzen hinzu.


Prognose

Chondroide Chordome, die vor allem an der Schädelbasis vorkommen [9], sind mit einer durchschnittlichen Überlebensrate von etwa 16 Jahren im Gegensatz zu ca. 4-7 Jahren bei konventionellen Chordomen verbunden. Die schlechteste Prognose haben die dedifferenzierten Chordome, die zusätzlich zu den sog. konventionellen noch mesenchymale Komponenten enthalten und Sarkomen stark ähneln. Die Überlebenszeit beträgt hier 6-12 Monate nach Diagnosestellung. Sie neigen außerdem zu häufigen Rezidiven und Metastasierung. Allerdings zählen nur ca. 1,3% - 8% aller Chordome zu diesem Typ.
Die 5-Jahresüberlebensrate beträgt ca. 82% [10].

 

 
 
 
   

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